Die Westküste: Ein Hauch Unendlichkeit

»Ein Meer hört immer irgendwo auf, aber da fängt es auch wieder an.«  – Anke Maggauer-Kirsche

Wenn ich “Westküste” höre, muss ich irgendwie immer als erstes an die USA denken. An San Francisco, Los Angeles, San Diego… Also, man kann es sich wahrscheinlich denken, aber die Westküste von Mallorca hochzufahren, ist ein bisschen anders als in den USA. Da braucht man Tage, eher Wochen – hier ist man in ein paar Stunden vom südlichen Palma aus am nördlichsten Punkt der Insel, dem Cap de Formentor.

Man reist hier durch keine unterschiedlichen Klimazonen und kommt an keinen Metropolen vorbei, und trotzdem könnte ich jeden Tag wieder die Strecke fahren. Oder eher mitfahren. Die Straßen hier schlängeln sich in steilen Kurven durch’s Gebirge und sind teilweise so schmal, dass sie in Deutschland wahrscheinlich nicht mal als Einbahnstraßen durchgehen würden.

Das Gute ist, man kann sich eigentlich nicht verfahren, man fährt im Prinzip die ganze Zeit nur eine Straße lang. Und als Beifahrer kann man die Aussicht auch genießen. Ich weiß nicht, wie oft ich während der Fahrt gesagt habe: “Es ist so, so schön hier.” Aber es waren einige Male. Ich hätte alle paar Meter anhalten können, um Fotos zu machen. Die Felsenküste, das endlos blaue Meer, die Wälder, die Berge… Ich kann mich nur wiederholen: Es ist so, so schön hier.

Das Faszinierende ist: Egal in welche Richtung man guckt, man sieht was anderes. Und überall leuchten die Farben um die Wette. Es braucht keine Millionenstädte, keine Golden-Gate-Bridge und kein Hollywood. Und das sage ich, das Stadtkind. Ich bin kein Natur-Freak  und kein Mädchen vom Lande, ich brauch die Großstadt-Hektik und das bunte Chaos um mich rum. Aber hier ist das irgendwie egal. Die Natur strahlt so viel unberührtes Leben aus. Das Meer hört auf und fängt wieder an und zwischendrin ist es einfach unendlich. Zum Vergessen, zum Versinken, zum Verlieben. Welt der Wunder eben.

Ich weiß, ich schreibe es schon zum dritten Mal, und das in einem Text, der nur aus vier Absätzen besteht. Aber ich habe irgendwann in meinem Studium glaube ich mal gelernt, dass Repetitio auch ein Stilmittel ist, also:  Es ist so, so schön hier.

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Herzlich willkommen auf der Insel des Lichts! Mallorca ist ein Paradies auf Erden, das alles bietet, auf höchstem Niveau. In Mallorquíssimo zeige ich Ihnen „meine“ Insel so, wie ich sie in über 19 Jahren kennen und lieben gelernt habe.

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